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Koffer der Erinnerung

Koffer der Erinnerungen

Ein Projekt gefördert durch das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dem Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit DENK BUNT – vom 01.03.2020 – 31.12.2020.

Wir wollen mit unserem Projekt Schüler ab der Klassenstufe 8 sowie das Lehrpersonal an Südthüringer Schulen erreichen. Durch einen „Koffer der Erinnerungen“ werden, in einem eintägigen Projekttag, Geschichte und Politik greifbar und anschaulich gemacht. Erinnerungen werden geweckt, an jene Menschen, welche durch das NS-Regime verfolgt, gepeinigt und ermordet wurden. Die „Stolpersteine“ der Landkreise und kreisfreien Städte erhalten ein Gesicht und eine Geschichte. Dabei kann es sich um Verfolgte handeln, an die bereits ein Stolperstein erinnert oder auch jene Opfer, für die noch kein Stolperstein verlegt wurde,  die aber dennoch nachweislich zum Opferkreis gehören und die eventuell einen Stolperstein im Anschluss an das Projekt erhalten können. Durch die Menschen wiederentdeckt werden und damit genau das Gegenteil erreicht werden, was im Apparat des Dritten Reiches oberstes Ziel war –  Einem unmenschlichen und vertuschten Prozess soll die gezielte Identifikation der Opfer und deren Lebens entgegengesetzt werden. Die menschliche Würde soll in Erinnerung gerufen werden. Ein Koffer, als Medium, gepackt mit Hinweisen zum Leben und Wirken der Opfer des Nationalsozialismus, soll Schulen zur Verfügung gestellt werden. Durch das Projekt und die Arbeit mit dem Koffer erfahren die Schüler mehr zu regionalen Betroffenen des NS-Regimes und zu deren persönlichen Erinnerungen, verbunden mit Nachweisen über die Existenz der Menschen sowie zu deren Leben- und Leidensweg. In Arbeitsaufträgen begeben sich die Jugendlichen in Kleingruppen auf Spurensuche. Sie setzen sich mit der Thematik und den Person explizit für ihren Landkreis/ ihre Kreisstadt oder ihre kreisfreie Stadt auseinander. Neben Hinweisen zu der Person liegen den Koffern klare Arbeitsaufträge für die Schüler sowie eine Nutzungsanleitung zur Vorgehensweise und zur Gestaltung des Projekttages, gepaart mit Hintergrundinformationen für das Lehrpersonal bei. Auch enthält jeder Koffer Feedbackbögen zur Auswertung des Projekttages. Zum Beispiel bearbeiten Schüler in Sonneberg einen Koffer gepackt zu dem Leben und der Geschichte von Rosalie Bubo. Einer jüdischen jungen Frau, die in Sonneberg wohnte, im Textilgeschäft arbeitete, durch die Schutzpolizei abgeholt, zum Bahnhof gebracht und durch eine selbst gelöste Fahrkarte nach Theresienstadt deportiert wurde. (siehe Anhang „Beispielkoffer – Rosalie Bibo – Stadt Sonneberg“). Schüler aus anderen Landkreisen, Kreisstädten oder auch Kreisfreien Städte erhalten Koffer zu Opfern aus ihrer Region. Neben den persönlichen Daten zu den Personen werden auch zeitgeschichtliche und regional betreffende Informationen zur Verfügung gestellt. Mittels recherchierten und von uns zusammengetragenen nachweisbaren Fakten zu den Opfern, werden die Koffer mit vielfältigen und ansprechend zusammengestellt. Die Ergebnisse eines Projekttages werden von den Schülern in der Klasse vorgestellt, durch den Lehrer moderiert, gemeinsam diskutiert und für uns dokumentiert. Anhand der Evaluations-/Feedbackbögen werden die Erfahrungen der Schüler und Lehrer zum Thema, der Wahl der Personen, der Gestaltung der Arbeitsaufträge und der Nützlichkeit erhoben und ausgewertet. Hieraus und aus den Dokumentationen der einzelnen Tage lassen sich Rückschlüsse für die weitere Gestaltung der Koffer und der methodisch-didaktischen Umsetzung dieser ziehen. Ideen und Wünsche zu ggf. Änderungen werden aufgreifen. Zur adäquaten Nutzung und sinnvollen inhaltlichen Gestaltung wird eng mit dem Lehrkörper der einzelnen Schulen zusammengebastelt. Ebenso werden diese fachlich begleitet.

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