Rindertaping – ein neuer Trend in der Rinderhaltung?

Die bunten Streifen, die man immer häufiger bei Leistungssportlern sieht, bringen nun auch Farbe in Rinderställe. Dass das nicht nur ein Modetrend ist, sondern wirklich etwas bringt, erklärte und zeigte Meike Schnöring zum Lehrgang auf dem Betrieb von GbR Gerbothe/Wiesner ausführlich. Nach einer intensiven Einführung in die Thematik und den Trockenübungen an den Seminar-teilnehmern, ging es ab in den Stall und direkt ans Rind, um das erlernte in die Praxis umzusetzen. Aber was haben denn Leistungssportler und Milchkühe gemeinsam? Vieles! Beide erbringen Spitzenleistung, sind aber auch anfällig und damit auf eine optimale Unterstützung angewiesen. So können Tapes in den meisten Fällen den Bewegungsapparat, also Muskeln und Gelenke pasiv unterstützen und dabei die volle Beweglichkeit zulassen. Ebenso können die richtigen Klebetechniken eine Schmerzreduktion und einen verbesserten Lymphabfluss hervorrufen. Der Heilungsprozess aller Probleme im Bereich des Bewegungsapparates, bei Gewebeentzündungen, Blutergüssen, Euterentzündungen und Ödemen wird so positiv unterstützt. Rindertaping ist ein relativ kostengünstiges Verfahren und frei von Nebenwirkungen. Wartezeiten müssen hierbei nicht eingehalten werden. Die ersten Anlagestandards, die von Meike Schnöting entwickelt wurden, werden bereits erfolgreich in der Praxis eingesetzt. 

 Die getapten Stellen sind nur zu Übungszwecken geklebt worden und stellen teilweise keine korrekte Anwendung dar.